Wälder und Pilze

Unendliche Wälder

Finnland kann einen beeindruckenden Holzbestand mit ca. 2 Milliarden Kubikmeter aufweisen. Fünf Sechstel des ursprünglichen Waldes konnte erhalten werden und weit verbreitet sind Nationalparks angelegt worden um die Bäume zu schützen. Schutz statt Abholzung, das ist die Devise. Es gibt Gesetze die den Kahlschlag von Waldgebieten untersagen.

Den Baumbestand der schönen Wälder prägen Kiefer (45 %), Fichte (37 %) und Birke (15 %). Umfangreiche Aufforstungen gab es in den letzten Jahren. Im Süden des Landes stehen zudem auch Eichen, Espen, Ebereschen und Linden. Bodengewächse wie die Rentierflechte sind im Winter das Hauptnahrungsmittel der Rentiere. Sie decken den Waldboden wie ein Teppich ab. Im Unterholz wachsen Moose und Beeren.

Wald
Wald in Finnland / Unendliche Wälder. © iStockphoto.com/Pgiam

Finnland besitzt fast 2.000 geschützte Tier- und Pflanzenarten. Die Parks mit ihren geschützten Pflanzen sind ein Traum für jeden Naturliebhaber und herrliche Wandergebiete erstrecken sich hier. Es duftet nach Harz und Moos - das dunkle Grün der Nadeln, die schlanken Tannen, der weiche Boden, das Knistern der Äste und die Vögel in den Wipfeln – das ist Natur pur!

Umweltbewusstsein

Zu jedem Finnland-Aufenthalt gehört es, sich hin und wieder in die Stille der Wälder zurück zu ziehen. Das neue Bewusstsein der Finnen zur Natur und Umwelt hat einen immensen Wandel stattfinden lassen.

Papierexport ist ein großes wirtschaftliches Standbein Finnlands, ohne Zweifel – aber nicht um jeden Preis. Sie haben begonnen umzudenken.

Finnische Nationalparks

Nun eine kleine Auswahl der finnischen Nationalparks – ein Besuch lohnt sich immer: Nationalpark Saramajoki, Pallas-Ounastunturi, Perämeri / Bottenwiek, Pyhätunturi, Riisituntunturi, Rokua, Tiilikka, Urho-Kekkonen-Nationalpark, Lemmenjoki-Nationalpark, Nationalpark Kolovesi, Nationalpark Patvinsuo, Nationalpark Petkeljärvi, Nationalpark Ruunaa, Archipegalo, Ekenäs Nationalpark und Hiidenportti. Aber beachten Sie bitte: Je nördlicher man in Finnland kommt, umso lichter werden aber auch die Baumbestände der Wälder. Die Taiga endet und die Tundra beginnt.

Pilze sammeln


Gesammelte Pilze © iStockphoto.com/angi71

Das Sammeln von Pilze gehört für viele zu einem gescheiten Waldspaziergang sicherlich genauso wie ein Wanderstock und festes Schuhwerk. Es empfiehlt sich allerdings, ohne ein ausreichendes Basiswissen essbarer Pilzsorten zu haben, nur den auch in Finnland vertretenen Pfifferling zu ernten. Sie kennen ihn doch, mit seinem krummen Köpfchen und den gelben Lamellen. Folgende Arten sind ebenfalls vertreten, aber bitte vorsichtig: Butterröhrling, Echter Reizker, Nordischer Milchling, Rotkappe, Sandröhrling, Schafporling, Steinpilz, Trompetenpfifferling.

Berge

Aber ob zu Lande, zu Wasser oder in der Luft – Finnland hat jedem etwas zu Bieten. Gipfelstürmern sei gesagt, dass der Haltitunturi (1.328 m) die höchste Erhebung Finnlands ist, gefolgt vom Kahperusvaara (1.144 m) und dem Saana (1.029 m). Alle weiteren Berge bleiben unter der 1.000 Meter-Marke.